Kolumne

Exklusiv für den Gastronomie-Report kommentiert der bekannte Münchner Publizist Dr. Tony Schwaegerl Entwicklungen und Probleme des Gastgewerbes - mit den Augen des Gastes...

Tischreservierung ja - aber nur bei teurem Menü
Dieser Tage kam eine Ausgabe von "Hotel & Touristik" in meine Hände und da schrieb die Herausgeberin Dagmar Lang unter dem Titel "Ohne Menü kein Tisch" über ihre erstaunlichen Erlebnisse beim Bemühen, einen großen Tisch für fünfzehn Personen reservieren zu lassen - nicht in einem Drei-Sterne-Haus, sondern schlicht und einfach bei einem Italiener "um die Ecke"...
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Wer spät am Abend isst, ist selber schuld...
Wer spät zum Essen kommt, ist selber schuld, wenn er dann enttäuscht wird. Ich habe es wieder einmal leidvoll erfahren - diesmal im schönen Hamburg. Das Mittagessen in dem gemütlichen, aber proppenvollen Lokal ließ ich ausfallen. Nach einer Veranstaltung, so freute ich mich, würde dann am Abend das Essen sicherlich noch besser schmecken...
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Wirtshausküche ganz ohne Köche
Am Telefon war ein Mann, der mit Stolz in der Stimme verkündete. "Da hätte ich mal ein tolles Thema für Ihre Kommentare im Gastronomie-Report. Ich bin Wirt und gerade dabei, meinen Betrieb völlig umzustellen. Haben Sie einen Moment Zeit, dann erzähle ich Ihnen alles ganz genau."
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Galamenü in der Küche
Wer mal was ganz Ausgefallenes sucht, der kann – zum Beispiel entdecken, dass gut dreihundert Kilometer westlich von München das äußerst renommierte Hotel-Restaurant Erbprinz im badischen Ettlingen zu einer Küchenparty einlädt. Was so klingt, als ob man einfach mal ein Blick in die Küche werfen und dabei ein paar kleine Kostproben verzehren kann, der wird schon beim Ankommen in Ettlingen eines Besseren belehrt.
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Rach - Restauranttester werden zu Restauranthelfern
Auf dem Bildschirm tut sich was. Es wird gekocht für jeden Gaumen. Die ARD holt sich von einem Privatsender Mälzer, der wohl vor allem für junge Leute kocht, die knapp bei Kasse sind und nun versuchen, was Essbares zustande zu bringen. Feinschmecker können, da bin ich mir ziemlich sicher, an dem, was hier gebrutzelt wird, keinen Gefallen finden und, was noch wichtiger ist, keinen Appetit bekommen...
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Das Hotelfrühstück - eine Sache zum Wundern
Man buchte ein Hotelzimmer für zwei Personen und der Preis, den man nun erfuhr, bezog sich auf ein Zimmer für zwei Personen inklusive Frühstück. Am Morgen stand dann eine Thermoskanne mit Kaffee auf dem Tisch und im Brotkörbchen waren drei Brötchen für zwei Personen...
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Das Zusatzeinkommen aus dem Wasserhahn
Es war bis dato recht selten, aber es kam schon mal vor: Wenn der Gast ein stilles Wasser bestellte, also ohne Kohlensäure, dann wurde ein Glas mit Wasser auf den Tisch gestellt und nachher stand für eine halben Liter 3,20 Euro oder auch einmal mehr auf der Rechnung...
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Blick durchs Küchenfenster
Es ist schon etliche Jahre her, da entdeckte ich am frühen Abend auf der Rückseite des ehemaligen Reginahotels in München eine Schar von fünfzehn oder auch zwanzig Passanten, die sich an die Wand drückten und auf Zehenspitzen stellten, um einen Blick durch ein offenes Fenster zu erhaschen. Als ich näher kam, sah ich den Grund des Interesses: Witzigmanns Küchencrew hatte an diesem Sommerabend frische Luft in die recht kleine Küche blasen lassen und so wurde für die Passanten der Blick in die Küche des Meisters ermöglicht...
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Neunzig Gerichte auf der Karte sind (mindestens) fünfzig zu viel
Im Münchner Glockenbachviertel, in Schwabing und im Westend hängen in den kleinen Schaukästen wundersame Speisekarten. Handgeschriebene, wie man sie aus Frankreich kennt, meist verbunden mit einem Menü, das man sich selbst zusammenstellen kann. Also stehen auf der Speisekarte drei Vorspeisen, drei Hauptgerichte, drei Desserts – und das war es auch schon...
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Warum junge Menschen Koch werden wollen
Die Sendung hatte den verlockenden Titel "Warum wollen Sie Koch werden?" und vor dem Mikrophon saßen acht junge Leute zu meiner Linken und zu meiner Rechten. Der Jüngste war gerade mal 14 Jahre alt, die Älteste (wenn man in diesem Alter von alt reden darf) 23...
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Die Preisschere klafft weit auseinander
Vielleicht ist es Zufall, aber daran will ich nicht so recht glauben. Ich glaube nämlich eher daran, dass die Preisschere in der Gastronomie weiter auseinander klafft als je zuvor. Es kommt mir vor, als habe die politische Erkenntnis, dass Reich und Arm Welten trennen, so langsam auch in der Gastronomie Einzug gehalten. Mir fehlt, mit Verlaub gesagt, die "Mittelschicht" in punkto Angebot. Reden wir konkret...
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Die Sache mit der falschen Seezunge
Wer Robinsonclubs aufsucht, der weiß, dass es Tag für Tag kalt-warme Büfetts gibt zur Vorsorgung der hungrigen Urlauber. Angesichts der großen Zahl von Touristen, die solche Clubs aufsuchen, versteht es sich von selbst, dass man keine Menüs anbieten kann, da der Aufwand einfach zu groß wäre und dadurch auch die Kosten ansteigen würden...
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Schlemmerbüfetts haben mitunter so ihre Macken
Wer Robinsonclubs aufsucht, der weiß, dass es Tag für Tag kalt-warme Büfetts gibt zur Vorsorgung der hungrigen Urlauber. Angesichts der großen Zahl von Touristen, die solche Clubs aufsuchen, versteht es sich von selbst, dass man keine Menüs anbieten kann, da der Aufwand einfach zu groß wäre und dadurch auch die Kosten ansteigen würden...
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Wenn der Gast ganz plötzlich wieder umsorgt wird...
Ich wollte gerade den Stuhl zurückziehen, um mich an zu setzen, als ein freundlich lächelnder Kellner auf mich zueilte, in der linken Hand hoch über der Schulter ein Tablett mit Speisen jonglierend, und mir zurief: "Nehmen Sie den Tisch hinten. Da vorne zieht es, Sie sitzen ja direkt neben der Tür."...
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Sieht das Essen wirklich so aus?
Wir kennen das aus Urlaubsorten an der Adria oder im fernen Spanien - um sich aufwändige Übersetzungen in der Speisekarte zu ersparen, stellt man vor die Türe eine Tafel mit vielen Bildern. Jedes dieser Fotos zeigt ein Gericht und darunter steht der Preis...
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Ohne Arbeit wäre Wirt ein schöner Beruf
Er mag Ende vierzig sein, die Wirtin ein paar Jahre jünger. Ich habe miterlebt, als sie sich vor fünf Jahren selbstständig machten - sie war Köchin in einem Kaufhauslokal und er Abteilungsleiter für Spielsachen im gleichen Haus...
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Die Wochen der Wahrheit
In wenigen Tagen wird ein neues Lokal eröffnet. Ein großes, ein sehr großes. Die Anzeigen loben das Blaue vom Himmel herunter und die Preise erzeugen eine wohlige Gänsehaut. Teure Umbaukosten, viel Aufwand in Sachen Ausstattung und dann diese niedrigen Preise? Kann das gut gehen?
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Wenn eine Wirtin bei einem Wirt einkehrt...
Die Frau ist Herrin über ein Großlokal, stolz erzählt sie mir am frühen Abend von Supertagen, an denen zwölfhundert Essen und mehr aus der Küche kommen. Und dann fügte sie an, dass sie sozusagen das Ei des Kolumbus erfunden habe: "Wenn Spitzenköche zwischen zwei Saisonangeboten gerade frei sind, engagiere ich die für ein paar Wochen und lasse sie Spezialitäten zubereiten, die sie besonders gut können. Tausend, zweitausend, auch mal fünftausend Portionen. Alles wird verpackt und schockgefrostet und wir können dann auch an turbulenten Tagen immer mit gleicher Qualität aufwarten."...
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Beschwerden können zum Risiko werden - für den Gast!
In einem Großrestaurant gibt es fliegenden Wechsel im Personal. Der Gast bestellt noch Getränke nach - gebracht werden sie von einer neuen Bedienung. Keiner weiß wieso, aber plötzlich tauchen die zwei Schoppen Wein gleich zweimal auf. Nicht die Welt, aber immerhin 14 Euro mehr auf der Rechnung als korrekt...
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Selbstverständliches mit Extragebühr
Sie gehen zum Arzt und nachher steht auf der Rechnung: "Reinigung weißer Arztkittel 7 Euro." Das ärgert Sie ganz gewaltig und Sie rufen in der Praxis an. Da sagt eine der Sprechstundenhilfen zwar ein bisschen schnippisch aber doch sehr konsequent: "Ja, hätten Sie es denn lieber, wenn der Herr Doktor Sie im Straßenanzug behandelt. Nein? Na also." Und Ihnen bleibt nur noch die simple Frage: "Ja, ist denn das nicht im Preis inklusive?" Aber da hat die Sprechstundenhilfe schon wieder aufgelegt. Zahlen müssen für etwas, das man so detailliert nicht bestellt hat und das doch eigentlich dazu gehört, das missfällt Ihnen. Aber da passiert doch Vergleichbares in manchen Lokalen. Nein, Sie müssen nicht ein Extra dafür löhnen, dass die Schürze des Schankkellners einigermaßen sauber ist (aber vielleicht kommt das noch). Aber immerhin bittet man Gäste zur Kasse für manches, was doch eigentlich selbstverständlich ist...
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Wenn man das Lokal mit knurrendem Magen verlässt...
Wir verabredeten uns zu einem Abendessen und ich hatte von einem Münchner Rechtsanwalt folgenden Tipp bekommen: "Da gibt es seit einiger Zeit ein Lokal, das recht nett ist und die Küche arbeitet gut. Wir fanden allerdings die Portionen sehr klein. Aber vielleicht hat sich das geändert. Denn der Wirt muss was tun, das Lokal ist häufig leer"...
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Zur Begrüßung Jubel, beim Verabschieden Tristesse
Kürzlich las ich in einer österreichischen Fachzeitschrift unter der Überschrift "Sag beim Abschied leise Servus…" einen Bericht über das Ein- und Auschecken. Darin hieß es: "Wie schön kann es doch sein, in einem Hotel einzuchecken! Da wird man mitunter verhätschelt und umsorgt, als ob man der Erbonkel aus Amerika wäre - allenthalben strahlende Gesichter, überall nur freundliche Worte. …strahlende Mitarbeiter reichen dem Ankömmling einen kleinen Willkommensgruß, auf dem Zimmer wartet eine Schale mit Obst und vom Kopfkissen lugt keck ein Betthupferl in Gestalt einer kleinen Süßigkeit hervor"...
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Es gibt noch unentdeckte kleine Nischen...
Auf der Suche nach immer neuen attraktiven Anreizen, Kundschaft in die Lokalität zu ziehen, sind erstaunliche Klimmzüge zu sehen. Die Event-Gastronomie schlägt Kapriolen und ein Gala-Essen ohne Artisten, die als torkelnde Kellner über die Tische stürzen, ohne Akrobaten und lautstarke Musik, das ist heutzutage praktisch unmöglich. So möchte man zumindest glauben, wenn man sich den inszenierten Rummel genauer ansieht. Fragt man, was denn die Gastronomen zu solchem Brimborium treibt, dann fällt nicht selten sofort das Stichwort: "Wir mussten eine Nische suchen. Da war und ist eine."...
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Von einem der Wirt ist und Ideendesigner dazu
Richard Hirschhuber schickte mir eine E-Mail. Er stellte sich vor, verwies darauf, dass das "Auracher Löchl" in Kufstein von ihm und seinem Team mit immer neuen Ideen geführt werde und dass er dadurch, in einer Zeit mancher Wirtskrise, enorme Umsatzgewinne verbuchen konnte und kann...
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Eng soll gemütlich sein - aber soooo eng?
Es gibt mancherlei Möglichkeiten, den Umsatz zu verbessern. Gute und weniger gute. Solche, von denen der Gast profitiert - zum Beispiel bessere Küchenqualität bei gleichen Preisen. Auch sogenannte Event-Wochen finden beim Gast sehr gute Resonanz - dann zumindest, wenn Küche und Service halten, was die Werbung so verspricht...
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Sieht so ein Gourmet-Menü der Sonderklasse aus?
Was, bitte, stellen Sie sich vor unter einem "Gourmet-Menü der Sonderklasse"? So also stand es angekündigt auf einer Speisekarte, das Lokal wirkte "seriös", wenn Sie wissen, was ich meine, und der Preis war durchaus angemessen... für ein "Gourmet-Menü der Sonderklasse". Jedenfalls auf den ersten Blick. Es fehlte freilich die exakte Menüfolge. Doch die wollte ich dann eben beim Kellner erfragen. Dann war es praktisch schon zu spät, den Rückzug anzutreten...
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Wie gut isst man eigentlich im Schnellimbiss?
Die Frage muss einmal gestellt werden: Warum boomen manche Schnellimbisse, vor allem dann, wenn sie mit einer Metzgerei oder Bäckerei verbunden sind? Macht es der Preis? Die Schnelligkeit? Die Qualität? Der Service?...
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Kleine Unarten finden schnell Resonanz
Es ist wohl schon drei Jahre her, da setzte ich mich am späten Abend in einer Stadt in Oberbayern in ein Lokal am Marktplatz und fragte nach der Speisekarte. Die Kellnerin schaute mich mitleidig an: "Mei, jetzt noch wollen Sie essen? Bei uns sicher net - die Köche gehen um neune nach Haus."...
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Gute Speisen und dazu spitze Steine
Ein guter Wirt muss heutzutage mit der Zeit gehen, um nicht mit der Zeit gehen zu müssen. Ein Satz, der in den Tagen der "Geiz-ist-geil"-Mentalität einen ganz besonderen Stellenwert hat. Speisekarte neu schreiben allein genügt nur in den seltensten Fällen. Events sind gefragt. Witzigmann, Wodarz und Schuhbeck haben das Gastrozelt favorisiert - doch wer weiß schon, wie lange dieser Boom anhält. Und nicht jeder Wirt kann in solchen Größenordnungen investieren, wie es diese Gourmet-Zelte erforderlich machen. Und ohne einen bekannten, möglichst noch durch das Fernsehen gepushten Namen des Kochs geht es ohnehin nicht. Also - was tun?...
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Service rund um die Uhr - zu kleinen Preisen
So sieht es in der Regel aus: Bis gegen 22 Uhr haben Hotelgäste die Möglichkeit, im Hause zu speisen. Wer aus dem Hotel raus möchte, um noch das Nachtleben - oder was er dafür hält - zu erleben, der bekommt seinen Zimmerschlüssel in die Hand gedrückt und dazu der Hinweis, dass z.B. im Hof eine kleine Türe sei, dort könne man noch am späten Abend in das Hotel...
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Abserviertes wieder auf den Tisch?
Ein Kamerateam eines Privatsenders machte sich auf, Deutschlands Wirte zu testen. Und das ging so: Eine Mitarbeiterin des Fernsehteams bestellte Lasagne, verspeiste drei Gabelspitzen voll von eben dieser Lasagne, steckte dann zwei Plastikstäbchen in das Essen, legte das Geld für das Gericht auf den Tisch und eilte davon: "Ich habe mich in der Zeit vertan, mein Zug fährt gleich."...
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Wenn der Preis die Speisekarte dominiert…
Der Wirt war resigniert, total am Boden: "Ich kann auf die Karte schreiben, was ich will - die Leute interessiert nur noch der Preis. Das Billige wird genommen - aus und Feierabend."...
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Das All-inclusive-Menü: Top-Angebot oder Falle für den Gast?
Wie schön: In dem Brief, der im Kasten steckt, steht zu lesen, dass man in Zukunft viel Geld sparen kann, wenn man in der Gastronomie speist.... und gleichzeitig ein Menü wählt, das alles beinhaltet. Alles!...
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Mittagessen zum Dumpingpreis
Das Lokal war menschenleer - an einem Donnerstag kurz nach zwanzig Uhr. Zwei Bedienungen und ein freundlicher Wirt hinter dem Tresen. Sechzig Plätze und drei Besucher. Dazu ich in Begleitung. Kann davon ein Lokal leben?...
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...und wann steht der Meisterkoch in seinem Lokal am Herd?
Wie schön, dass immer mehr Meisterköche aus deutschen Landen von sich reden machen. Im wahrsten Sinn des Wortes sind sie allgegenwärtig. Immer und überall: im Fernsehen, im Radio, in Zeitschriften und Zeitungen, bei Events und bei VIP-Parties, in Werbespots, beim Schaukochen und an den Litfasssäulen. Nur… Wann, bitte, sind sie eigentlich am Herd in ihrem Restaurant?...
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Ein rauchiges Thema und kein Ende in Sicht
Es gibt Themen in der Gastronomie, die haben sich im Laufe der Jahre zu Dauerbrennern entwickelt. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Zu einem rauchigen Thema, das Qualm hinterlässt und viel Asche. Aber noch immer keine Lösung....
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Events nach Art des Hauses
Westerstede liegt knapp achthundert Kilometer von München entfernt, nördlich von Osnabrück und gerade mal vierzig Autominuten vor der Nordsee. Dort fand eine mehrtägige Veranstaltung statt unter dem Motto: "Jeden Tag essen in einem anderen Lokal und jedem Tag ein anderes Event". Das klingt gut, finde ich - wäre man ohne das neudeutsche Wort "Event" ausgekommen, hätte es mir vielleicht noch besser gefallen. Aber ich war in Westerstede und habe zumindest mal drei Abende dieses Angebots miterlebt...
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Die Sache mit dem Wein
In den letzten Jahren hat das Interesse am Wein spürbar zugenommen, so sagt eine Statistik, und jedes Lokal führt natürlich auch offene Weine auf der Karte. Und hier beginnt, mit Verlaub, das Problem...
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Wer sich so alles Gastro-Kritiker nennt
Das ist schon ein seltsames Deutsch, das uns da entgegenleuchtet: "Lecker auch der Hauptgang, lecker auch das Eis nach dem Essen." Und: "Schmeckte die Vorspeise schon lecker, dann kann man zum zweiten Teil des Menüs nur sagen, es war superlecker."...
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... und am Gartenzaun stehen Reisemobile
Die Kreuzpointners sind beide Köche. Sie haben den Beruf sozusagen von der Pike auf gelernt. Beide arbeiteten in Holzkirchen, in der Alten Post. Und später dann war der männliche Part der Familie etliche Jahre in der Küche des Großklinikums Großhadern tätig...
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Wirt? einmal und nicht wieder
Es war Sonntag, so gegen elf. Ich tuckerte an Bord eines Ausflugsdampfers über den Starnberger See. Ziel: Buchheim-Museum. Neben mir ein gut gebauter Mann, etwa einsachtzig, dunkelblond mit einigen grauen Strähnen im Haar. Er schaute mich an, lachte über das ganze Gesicht, als habe er soeben von einem Lottereigewinn erfahren. Lachte und sagte zu mir: "Ist das nicht herrlich? Sonntagmittag und ich habe Zeit. Kann auf dem Dampfer sitzen und zu einem Museum fahren. Ich vermag es noch gar nicht zu fassen...
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So ändern sich (leider) die Zeiten
Ich war in Petersburg, in Estland, in Schweden - und zwar mit der "Deutschland", dem vielgelobten Traumschiff - nicht nur im Fernsehen, sondern auch, so suggeriert die Werbung, im ganz normalen Leben für den ganz normalen Kunden...
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Manchmal will der Gast gefordert werden
Die Einladung versprach ein Fest der ganz besonderen Art und da sich die Chaine des Rotisseurs (eine traditionsreiche Bruderschaft von Profi- und Amateurfeinschmeckern, weltweit zuhause übrigens) und das Feinkosthaus Dallmayr als Gastgeber präsentierten, gab es kaum Zweifel, dass es ein ganz besonderer Abend werden könnte. Erlebnisgastronomie? Ja und nein - sicher ein Erlebnis, aber der Gast war in das Programm mit eingebunden. Doch lesen Sie erst mal weiter, bitte...
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Barfuss durch's Bier - Am Herd die Nachbarin
Theo Bruckmayer ist ein sehr agiler Gastronom. Er ist in Pottenstein in der Fränkischen Schweiz zu Hause und er weiß, dass die Zeiten vorbei sind, als Hunderte von Touristen zur Teufelshöhle gekarrt wurden und anschließend nichts Eiligeres zu tun hatten, als in Pottenstein einzukehren...
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Was bleibt bei solchen Preisen für den Wirt?
Das Essen ist zu teuer. Der Wirt ist ein Raffke. Bei ALDI und LIDL kostet das Päckchen Spargelsuppe gerade mal 60 Cent. Und warum verlangt dann der Wirt an der Ecke für einen Teller Spargelcremesuppe 3.50 Euro?...
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Arrangieren mit der Schwarzgastronomie
Das was hier nun folgt wird mancher Gastronom nicht gerne lesen, andere wiederum werden mit dem Kopf nicken und sagen: "Gut, dass wir mal darüber reden. Genau so ist es." Es geht um das Reizthema Schwarzgastronomie...
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Wenn die Rechnung zum Problem wird
Das Finanzamt verlangt vom Steuerzahler eindeutige Belege, wenn er etwas abschreiben will von seinen steuerpflichtigen Einnahmen...Das Finanzamt verlangt vom Steuerzahler eindeutige Belege, wenn er etwas abschreiben will von seinen steuerpflichtigen Einnahmen. Lädt ein Geschäftsmann einen Gesprächspartner zum Essen in ein Lokal, sind nachher gründliche Angaben zu eben diesem Ereignis vonnöten: Die Rechnung darf nicht handgeschrieben sein, jedes Getränk, jedes Gericht muss exakt detailliert aufgeführt werden, das Datum darf nicht fehlen, die Mehrwertsteuer muss angegeben und ab einer bestimmten Höhe auch in Euro und Cent ausgewiesen werden...
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Handgeschriebene Speisekarten?
Das Thema ist ein alter Hut. Aber deshalb noch lange nicht ohne Aktualität. Ich will Ihnen heute etwas erzählen zum Thema Speisekarten. Nicht über ganz Allgemeines, sondern über etwas Besonderes. Über Speisekarten, die handgeschrieben sind. Wie die aus deDas Thema ist ein alter Hut. Aber deshalb noch lange nicht ohne Aktualität. Ich will Ihnen heute etwas erzählen zum Thema Speisekarten. Nicht über ganz Allgemeines, sondern über etwas Besonderes. Über Speisekarten, die handgeschrieben sind. Wie die aus der guten alten Zeit. Von denen Oma und Opa schwärmen und die doch so viel an Ihrer Bedeutung verloren haben. Warum? Ganz einfach:...
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Der falsche Schoppen Wein
Wein wird immer populärer, jubilieren viele Winzer und vor allem ihre Funktionäre, und einer sprach neulich in einer Podiumsdiskussion über den korrekten Ausschank von Wein...
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Vegetarisch kochen lohnt sich
So also haben sich die Zeiten geändert. Meine Großeltern achteten immer streng darauf, daß es am Freitag Fisch oder eine Mehlspeise gab und am Gründonnerstag was Grünes, Spinat mit Spiegelei, bevorzugt...
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Ganz ohne Rauchen geht die Chose nicht
Es liegt schon etliche Jahre zurück, da war ich im Münchner Hotel "Vier Jahreszeiten" zur Premierenfeier eines Spielfilms geladen, in dem Romy Schneider die Hauptrolle spielte. Beim Abendessen saßen wir am gleichen Tisch und ich wurde gefragt, wie ich den Film denn erlebt habe. "Er ist gut gemacht, sehr spannend", sagte ich und schaute in die Runde rauchender Damen und Herren, "nur finde ich, in diesem Streifen wurde ebenso viel geraucht wie heute und jetzt. Keine Szene ohne Zigarette"...
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Die Geschichte von dem Hotel, das nie fertig wurde
Es war einmal, so beginnen alle Märchen. Es war einmal, so beginnt eine kleine Geschichte aus dem Reich der Gastronomie und Hotellerie, die leider so gar nichts Märchenhaftes an sich hat. Die Geschichte ist nämlich wahr, Wort für Wort und Fakt für Fakt...
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Mittags (zu)billig, abends (zu)teuer
Es muß etwas getan werden, das Geschäft im Restaurant hat nachgelassen, wer hat eine Idee? Die Diskussion beginnt und irgend einer meint: "Chef, warum machen wir nicht, was viele andere auch machen und setzen ein preiswertes Mittagsmenü auf die Karte? Dann erreichen wir vor allem auch gutbezahlte Angestellte, die in der Mittagspause nicht in den Kantinen essen wollen und auch nicht ein Brötchen aus der Hand."...
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Fremdsprachen im Gastro-Beruf: Wozu denn bloß?
Der Mann tat mir richtig leid. So knapp an die sechzig wohl, Wirt eines gemütlichen Wirtshauses zwischen Regensburg und Passau. Sitzt da doch ein junges Pärchen und kann kein Wort Deutsch - und der Wirt versteht immer nur Bahnhof. "Gell, die reden Französisch?", fragt er in die Runde und ich komme zu Dolmetscherehren. Der Wirt aber entschuldigte sich x-mal dafür, daß er eben nur Deutsch kann - ich kam mit dem Übersetzen gar nicht mehr nach...
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Erste Euro-Bilanz aus der Sicht des Gastes
So, nun ist genügend Zeit vergangen, die Emotionen haben sich gelegt, der Euro wurde unsere neue Währung und auch der Gast im Restaurant, im Bistro, im Café, im Hotel hat sich daran gewöhnt. Auch der Gastronom, der Hotelier?...
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Leeres Lokal und schlechter Service
Der Laden brummte und brodelte. Mit Mühe ergatterte ich zwei gute Plätze und schon kam ein freundlicher Kellner und legte mir eine Speisekarte auf den Tisch mit einem aktuellem Einlageblatt. Bis zur Vorspeise dauerte es gerade mal fünfzehn Minuten, der Hauptgang kam zwanzig Minuten nach Abräumen des Vorspeisengeschirrs und ähnlich optimal wurde (zeitlich gesehen) das Dessert serviert...
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Geisterschilder für Gäste, die nie kommen...
Die Unsitte mancher Wirte ist bekannt: Die guten, die größeren Tische werden mit einem "Reserviert"-Schild dekoriert und auch bei gutem Besuch sollen sich die Gäste gefälligst zu anderen an einem Tisch setzen. So was fördert schließlich die Kommunikation (neudeutsch) oder die nachbarschaftlichen Kontakte (was bürgernah klingt). Fest steht dabei, daß der Wirt mit der stillen Hoffnung leben kann, es könnte doch sein, daß irgendwann in der nächsten Stunde oder in der übernächsten lukrative Gäste kommen, für die sich ein bißchen Ärger mit dem Fußvolk lohnt, das unbedingt zu den guten Plätzen hindrängt und einfach nicht mit den Katzentischen vorlieb nehmen will. Ja wo samma denn?...
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Der Geheimtip, den morgen schon jeder kennt
Gastrokritiken zählen zu jenen Kolumnen in Zeitungen und Zeitschriften, die rasch ein Stammleser-Publikum gewinnen. Nicht selten werden solche Berichte über Pro und Contra der einzelnen Lokale von Interessierten ausgeschnitten und gesammelt, manche erreichen Kultstatus - einige sogar mit Fug und Recht...
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Das Desserrt - das Stiefkind auf der Speisekarte
Wer gerne und deshalb häufig in chinesische Lokale geht, der wird nicht gerade fasziniert sein von der Zahl der Desserts, die auf der Speisekarte angeboten werden. Natürlich gebackene Bananen oder Ananascheiben, ein gemischtes Eis oder Früchte aus der Dose - und das war es dann auch...
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BSE und die späten Folgen eines brisanten Problems
BSE ist, so wird mancher Leser sagen, nun wirklich kein neues Thema mehr. Lang genug mußten sich so viele mit dieser Problematik auseinandersetzen - auch und vor allem Gastronomen. Aber wie haben Sie in all den heißen Monaten reagiert und wie meistern Sie heute noch die Folgen von BSE bei Speisekartengestaltung und Gästekritik?...
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... und das dreckige Geschirr bleibt einfach stehen
Manchmal bin ich spät dran beim Mittag-, beim Abendessen. Und da entdecke ich immer wieder ein seltsames Phänomen: Selbst in ansonsten recht gut geführten Restaurants steht schmutziges Geschirr auf dem Tisch, stehen benützte Gläser, volle Aschenbecher, liegen schmutzige Servietten herum und auf den Stühlen zerknitterte Zeitungen...
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Berufsziel Koch: Warum junge Leute zögern
Der Titel der Sendung war plastisch: "Koch? Nein danke!" Warum aber laufen sich unsere Wirte die Schuhsohlen ab auf der Suche nach Köchen und finden häufig auch trotz großer Anzeigen und Blickfangwerbung im Wirtshausfenster nicht genügend Personal. Ja, warum wohl?...
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