Bettwanzen und anderen Schädlingen die kalte Schulter zeigen

Auf der Mauer, auf der Lauer, sitzt ne kleine... Wer den Text zu diesem Lied verfasst hat, scheint keine nähere Bekanntschaft mit Bettwanzen gemacht zu haben, sonst wäre der Gassenhauer weniger fröhlich ausgefallen. Nachdem Wanzen lange Zeit von der Bildfläche verschwunden waren, sind sie wieder auf dem Vormarsch und werden auch für Hotels zunehmend zum Problem. Mit dem mobilen Cryonite-System, einem neuen Verfahren zur Schädlingsbekämpfung, will die Fa. Schneemeister den blutsaugenden Parasiten den Garaus machen. Das Zauberwort heißt "Schockgefrieren" mit Trockeneis-Schnee.
Nachdem das Verfahren bereits in Skandinavien, Australien, Japan und den USA erfolgreich eingesetzt wird, ist es jetzt auch in Deutschland verfügbar. Mit dem mobilen Cryonite-System wird Trockeneis-Schnee (CO2) ausgebracht, der den Schädlingen sprichwörtlich das Blut in den Adern, bzw. das Wasser in den Zellen gefrieren lässt. Nach der physikalischen Gesetzmäßigkeit "geforenes Wasser dehnt sich aus" platzen die Zellen und die Tiere verenden umgehend. Der "CO2-Schnee" ist trocken und hat eine Temperatur von ca. -78°C. "Damit können alle Entwicklungsstadien der Schädlinge (vom Ei bis zum erwachsenen Tier) abgetötet werden", heißt es bei Schneemeister. Auch viele andere Schädlinge, z.B. im Lebensmittelbereich, können mit dem Trockeneis bekämpft werden.
Das Verfahren zeichnet sich nach Angaben von Schneemeister dadurch aus, dass keine giftigen Rückstände auf den behandelten Materialien verbleiben. So können behandelte Räume, wie z.B. Hotelzimmer, sofort wieder genutzt werden und es kommt zu keinen finanziellen Einbußen durch Ausfallzeiten. Bei dem eingesetzten CO2 handelt es sich um ein Recyclingprodukt aus der Industrie, so dass bei der Gewinnung kein zusätzliches Treibhausgas freigesetzt wird.
Weitere Infos unter:
www.schneemeister.com
Wie kommt die Wanze von der Mauer ins Hotel?
Mitgebracht werden Wanzen meist im Gepäck der Gäste. Egal ob in Rom, New York oder Berlin, ob in der Jugendherberge oder im Luxushotel, die blutsaugenden Parasiten fühlen sich überall wohl und vermehren sich schnell. Sie verstecken sich in Ritzen und Tapetenspalten und kommen erst nachts zum Trinken hervor. Da sie mehrfach hintereinander zubeißen, hinterlassen sie eine so genannte "Wanzenstraße", ein eindeutiges Indiz, dass eine Wanze zugeschlagen hat. Sollten sich Gäste über besonders stechfreudige Mücken beschweren, dann Obacht!
