Kampf um Ostern

Dass Politiker wie der sächsische Ministerpräsident Kretschmer bereits jetzt den Osterurlaub abschreiben, bringt die Branche auf die Palme. Sowohl der DEHOGA-Bundesverband als auch der BHG DEHOGA Bayern fordern eine Öffnung der Gastro-Betriebe vor Ostern. In der Diskussion über den Osterurlaub haben auch sieben bayerische Bürgermeister Flagge gezeigt. In einem Brandbrief an Markus Söder fordern sie eine verbindliche Öffnungsperspektive für das Gastgewerbe.

„Die pauschale Absage des Osterurlaubs ist völlig inakzeptabel und ein erneuter Schlag ins Gesicht der Branche“, sagte DEHOGA-Präsident Guido Zöllick. „Die Politik hat die Aufgabe, das Infektionsgeschehen laufend zu analysieren und zu beurteilen, was gesundheitspolitisch geboten ist. Die Infektionszahlen sinken seit Wochen und so haben Gastronomie und Hotellerie die nachvollziehbare Erwartung, eine Öffnungsperspektive zu erhalten.“

83,6% der Betriebe fordern laut DEHOGA-Umfrage eine Öffnung vor Ostern. 40,5% der Betriebe sprechen sich für eine Öffnung zeitgleich mit dem Handel, möglicherweise am 7. März, aus. 43,1% plädieren für eine Öffnung rechtzeitig vor Ostern, zum Beispiel am 25. März.

„Die Verzweiflung und die existenziellen Sorgen in der Branche sind immens groß“, so Zöllick. Die sofortige Auszahlung der versprochenen Hilfen an alle Unternehmen sei jetzt überlebenswichtig. Gleichzeitig kritisierte der DEHOGA-Präsident die zu langsame Abwicklung. Erst 63,5% der Betriebe haben laut der DEHOGA-Umfrage die kompletten Novemberhilfen erhalten. Bei den Dezemberhilfen sind es sogar nur 23,3%.

Aus Bayern meldete sich Angela Inselkammer, die Präsidentin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes DEHOGA Bayern, zu Wort: „Eine Öffnung zu den Osterferien ist für unsere am meisten gebeutelte Branche unabdingbar wichtig. Die Infektionszahlen sinken und spätestens ab einer landesweiten 7-Tage-Inzidenz von 50 wird sich die Frage der Verhältnismäßigkeit stellen.“

Bis zur nächsten Bund-Länder-Konferenz am 3. März brauche es eine Eröffnungsperspektive mit einem klaren zeitlichen Fahrplan von Seiten der Politik, ergänzte der BHG-Landesgeschäftsführer Dr. Thomas Geppert: „Die Menschen buchen ihren Osterurlaub ja nicht von heute auf morgen. Zudem dürfen wir die Fehler vom vergangenen Jahr nicht wiederholen. Bevor ich deutsche Gäste mangels Angebot dazu nötige, im Ausland zu buchen, wo nicht so strenge Hygienekonzepte umgesetzt werden, muss ich die heimischen Betriebe öffnen.“ Die Branche habe hierzu ihren Teil der Arbeit erledigt, auf Bundes- und Landesebene liegen den politischen Entscheidungsträgern entsprechende Öffnungsstrategiepläne vor.

Unterstützung erhält die Branche von den Bürgermeistern von Garmisch-Partenkirchen, Oberstdorf, Schönau am Königssee, Berchtesgaden, Ramsau, Marktschellenberg und Bischofswiesen. In ihrem gemeinsamen Brief an den bayerischen Ministerpräsidenten fordern sie die Staatsregierung auf, eine Lockerung für alle Tourismusbetriebe zu Ostern möglich zu machen. Notwendig sei eine verbindliche Perspektive, wann der Lockdown beendet werden könne, heißt es in dem Brandbrief.

2021-02-17T14:40:49+01:00

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