Sollner Hof, München2019-06-13T13:57:00+02:00

Project Description

Sollner Hof, München – garantiert „Westfälisch“

Hummer & Hamburger, Scampi & Sushi, Pasta & Pizza – Die kulinarischen Genüsse dieser Welt entlocken den weitgereisten Bundesbürgern oft nur noch ein müdes Lächeln. Aber schon mal Kohl mit Pinkel probiert? Dazu muß der Bayer nicht nach Westfalen reisen. Eine Fahrt nach München in den Sollner Hof langt auch. Dieses bayerische Wirtshaus hat gerade das Gütesiegel „Westfälisch genießen“ erhalten. Was beweist: Die regionale Küche lebt!

Im Münchner Stadtteil Solin ist die Welt noch in Ordnung. Auf der einen Seite der Straße die Kirche, auf der anderen Seite ein griabiges Wirtshaus – ein Stück Bayern wie auf alten Postkarten. In der großen Wirtsstube ist ständig was los. Leute aus dem Viertel, jung und alt, Gäste aus dem zum Gastro-Komplex gehörenden Hotel, eilige Kundschaft aus den großen Betrieben in der Nachbarschaft, sie alle füllen den Sollner Hof mit Leben.

Auf der Speisekarte dominiert die bayerische Küche – mit einer großen Ausnahme. Wirt Joachim Sickendiek schmuggelt immer mal wieder Gerichte aus seiner westfälischen Heimat auf die Karte. Münsterländer Leberwurst, Knochenschinken und jetzt im Winter natürlich Grünkohl-Gerichte.

„Wir haben die deftigen Gerichte meiner westfälischen Heimat dem bayerischen Geschmack etwas angepaßt“, erzählt der Wirt. Klassischerweise gehören Mettendchen (pikante Würste) bei „Kohl mit Pinkel“ auf den Teller. Nicht so im Sollner Hof. O-Ton Sickendiek: „Statt den Mettendchen nehmen wir Polnische, die schmecken unseren Gästen besser.“

Dem Ruf des Sollner Hofes tut dies keinen Abbruch. „Bis in den Teuteburger Wald und ins Siegerland hat sich herumgesprochen, daß der Sollner Hof eine kulinarische Botschaft Westfalens in München ist“, heißt es beim „Verein Westfälische Küche“. Vor acht Jahren ist dieser Verein gegründet worden, dessen Ziel es ist, die regionale Eß- und Trinkkultur zu fördern. Die Initiative ging von drei Unternehmen aus, die für typische westfälische Küche stehen, dem Wurst- und Schinkenhersteller Märten, dem Pumpernickel- Produzenten Mestemacher und der Brauerei Felsenkeller Herford. Denn ohne Bier und Schnaps schmeckt die Westfälische Küche nur halb so gut.

Dieser Verein, dem inzwischen auch vier Sterne-Köche angehören, hat dem Sollner Hof als erstem bayerischen Gasthaus das Gütezeichen „Westfälisch genießen“ verliehen. Das zugehörige Emailschild, das jetzt den Eingangsbereich ziert, soll dem Gast signalisieren, daß er in diesem Haus „Westfälisch genießen“ kann. Zu den weiteren Aktivitäten des Vereins zählt die Wiederentdeckung alter Gerichte und die Veröffentlichung von Rezepten zu deren moderner und saisonaler Zubereitung.

Wie das Beispiel Sollner Hof zeigt, schaden Farbtupfer aus anderen Regionen der bayerischen Küche keineswegs. Als Alternative zu den Standardgerichten werden die westfälischen Spezialitäten auch von gestandenen Bayern gern gegessen. Daß zusätzlich Reisende aus Westfalen, die sonst sicher nicht nach Solln kommen würden, im Sollner Hof Station machen, ist kein schlechtes Zubrot.

Erschienen im Gastronomie-Report 10/1998.

www.sollnerhof.de

Foto: Sollner Hof

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