02.04.2026

Neues Kapitel

Neues Kapitel für den Berggasthof Streichen: (v. l. n.r.) Thomas Wilde (Vorstand Yvonne und Thomas Wilde Familienstiftung), Dr. h.c. Nikolaus Walther (Vorsitzender des Vorstands Stiftung Kulturerbe Bayern), Yvonne Molek (Vorstand Yvonne und Thomas Wilde Familienstiftung), Ralph Schömig (Verkaufsleiter Augustiner-Bräu Wagner KG). Foto: Kultur Erbe Bayern

Die Münchener Traditionsbrauerei Augustiner-Bräu wird Pächter des Berggasthofs Streichen. Mit der Unterzeichnung des Pachtvertrags setzen Kultur Erbe Bayern und die Augustiner-Bräu Wagner KG ein starkes Zeichen für die Zukunft des Streichens. Ziel ist es, den historischen Gasthof in Schleching wieder als besonderen Ort für Gastlichkeit, Kultur und Begegnung aufleben zu lassen. Der Gastbetrieb soll im Frühsommer dieses Jahres starten.

"Der Pachtvertrag zwischen der Stiftung Kulturerbe Bayern und Augustiner-Bräu markiert auf diesem Weg einen weiteren wichtigen Schritt. Im Jahr 2021 erwarb die gemeinnützige Stiftung Kulturerbe Bayern den Gasthof zusammen mit der Yvonne und Thomas Wilde Familienstiftung und mit der Unterstützung der Schlechinger Initiative 'Die Streichenfreunde'. Gemeinsames Ziel: den Gasthof in der Tradition des 2020 verstorbenen Wirts Franz Strohmayer wieder zu eröffnen und für alle zugänglich zu erhalten. Dazu läuft seit 2023 unter der Regie von Kultur Erbe Bayern die denkmal- und klimagerechte Instandsetzung des Gasthofs, dessen Wurzeln bis ins Jahr 1435 zurückreichen.


Der Berggasthof Streichen sei ein identitätsprägender Ort für Schleching, das Achental und den gesamten Chiemgau, meint Dr. h.c. Nikolaus Walther, Vorsitzender des Vorstands der Stiftung Kulturerbe Bayern, und ergänzt zur Pachtvereinbarung: "Für uns bei Kultur Erbe Bayern ist der Streichen ein Herzensprojekt. Umso mehr war es uns wichtig, einen Pächter zu gewinnen, der unsere Werte teilt. Mit Augustiner-Bräu haben wir und unsere Partner vor Ort nun ein Unternehmen an unserer Seite, das für gelebte Tradition, bayerische Wirtshauskultur und den verantwortungsvollen Umgang mit historischer Bausubstanz steht." Thomas Wilde, Vorstand der Yvonne und Thomas Wilde Familienstiftung, ergänzt: "Augustiner hat in seiner langen Geschichte immer wieder bewiesen, dass die Brauerei die Verantwortung für Wirtshauskultur und bauliches Erbe gleichermaßen ernst nimmt."


"Der Streichen ist ein Ort mit Geschichte, Seele und einer außergewöhnlichen Ausstrahlung. Wir freuen uns sehr, als Pächter die Zukunft des Berggasthofs mitzugestalten", betont Ralph Schömig, Verkaufsleiter Augustiner-Bräu. Die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Betrieb könnten besser nicht sein, meint er: "Kultur Erbe Bayern hat bei der Instandsetzung eindrucksvoll gezeigt, wie Denkmalschutz, Respekt vor der historischen Substanz und ein sensibler Umgang mit Natur und Nachhaltigkeit zusammenfinden können. Diese Qualität schafft eine starke Grundlage für den Betrieb des Gasthofs. Wir sind uns der Verantwortung für diesen Ort und gegenüber den Menschen in der Region bewusst. Deshalb suchen wir derzeit mit großer Sorgfalt nach einer Wirtin oder einem Wirt, die oder der diesen Ort mit Qualität, Persönlichkeit und echter Gastfreundschaft prägen kann. Das Interesse ist bereits groß. Wir freuen uns auch weiterhin noch über Bewerbungen von engagierten Wirtsleuten, die sich dieser besonderen Herausforderung stellen möchten."


Stiftung und Verein Kulturerbe Bayern, die Yvonne und Thomas Wilde Familienstiftung und Augustiner-Bräu setzen mit ihrem Engagement für den Berggasthof Streichen ein Zeichen für den Erhalt gelebter Wirtshauskultur in Bayern. Für die Region, für den Tourismus entsteht eine Perspektive, die Natur, Kultur und Genuss auf besondere Weise verbindet.


Eckdaten zur künftigen Gastronomie und zum Beherbungsbetrieb:



  • 90 Sitzplätze im Gasthof (drei historische Gaststuben, plus ein komplett neuer Gastraum), 60 Sitzplätze in dem für private Feiern ausgerichteten Kaser (Almhütte), Biergarten mit 140 Sitzplätzen

  • elf Gästezimmer, davon vier historische Gästezimmer im früheren Mesnerhaus

  • Hutschn Steig: Die Yvonne und Thomas Wilde Familienstiftung hat einen Wanderweg – frei von Forst- und Autoverkehr – startend an der sogenannten „Faschingswiese" hinauf zum Berggasthof Streichen angelegt. Entlang des Weges gibt es Ruhe- und Aussichtspunkte, an denen man unvergleichliche Blicke über das Achental und die Gebirgswelt genießen kann. Höhepunkte sind zwei vier Meter hohe Hutschn – Riesenschaukeln –, mit denen man Richtung Achental mit Blick auf Schleching schaukeln kann.

Über Kultur Erbe Bayern

Kultur Erbe Bayern besteht aus dem 2015 gegründeten Verein und der 2018 von acht Privatpersonen ins Leben gerufenen gleichnamigen, bürgerlichen Stiftung. Nach dem Vorbild des englischen National Trust setzt sich Kultur Erbe Bayern für starke Orte ein, die das Kostbare und Unverwechselbare bayerischer Kultur in die Zukunft tragen.
Die Initiative lebt vom Engagement ihrer Mitglieder, freiwilligen Helfer/innen, Spender/innen, Stifter/innen und Partner. Auf Beschluss des Bayerischen Landtags wird Kultur Erbe Bayern vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst gefördert. Aktuell bilden rund 3.000 Mitglieder das Fundament für die Aktivitäten der Initiative. Zudem haben über 300 freiwillige Helfer/innen ihre Unterstützung zugesagt. Sie packen bei Volunteering-Aktionen an, um den Erhalt oder die Pflege von Objekten zu unterstützen. Spendenkonto: IBAN: DE35 4306 0967 1308 5007 00
www.kulturerbebayern.de

Über die Yvonne und Thomas Wilde Familienstiftung

Über die Yvonne und Thomas Wilde Familienstiftung
Die Yvonne und Thomas Wilde Familienstiftung aus Schleching fördert seit ihrer Errichtung im Jahr 2018 Kunst und Kultur, Heimatpflege, Bildung sowie den Denkmalschutz – mit besonderem Fokus auf Schleching und das Achental. Als Stiftung des bürgerlichen Rechts engagiert sie sich für den Erhalt kulturell bedeutsamer Orte und für Projekte mit nachhaltigem Nutzen für die Region. Zum Vorstand gehören Yvonne Molek und Thomas C. Wilde.