02.09.2026

Planungen für den Veganuary 2027 starten

Abbildung: Veganuary gGmbH

Die Vorbereitungen für den Veganuary 2027 laufen an. Die Organisation hinter der Kampagne stellt Unternehmen aus Gastronomie, Catering, Gemeinschaftsverpflegung, Handel und Lebensmittelwirtschaft bereits jetzt Materialien und Planungshilfen zur Verfügung. Im Mittelpunkt stehen neue pflanzliche Angebote, eine stärkere Sichtbarkeit im Januar und langfristige Veränderungen im Sortiment.

Mehr als 1.000 Unternehmen in Deutschland beteiligten sich nach Angaben von Veganuary an der Kampagne im Januar 2026. Für den kommenden Aktionsmonat ruft die Organisation Unternehmen nun dazu auf, frühzeitig Produkte, Gerichte, Veranstaltungen und Kommunikationsmaßnahmen zu planen.


Gastronomiebetriebe können den Veganuary beispielsweise nutzen, um neue pflanzliche Gerichte einzuführen, vorhandene Rezepturen umzustellen oder Aktionsangebote zu testen. Die Organisation empfiehlt, erfolgreiche Neuerungen möglichst dauerhaft in das Sortiment oder die Speisekarte zu übernehmen.


Weitere Möglichkeiten sind Sonderangebote, Verkostungen, Pop-ups und Veranstaltungen. Auch eine gut sichtbare Platzierung auf Speisekarten, am Point of Sale sowie in digitalen Kanälen könne dazu beitragen, Gäste auf die Angebote aufmerksam zu machen.


Beispiele aus der vergangenen Kampagne


Als Beispiele für erfolgreiche Aktionen nennt Veganuary mehrere Unternehmen. Bei der Bäckerei Steinecke sei ein im Januar eingeführter veganer Kebab so gut angenommen worden, dass er dauerhaft ins Sortiment aufgenommen wurde. Le Crobag meldete für sein Veganuary-Aktionsprodukt ein Absatzplus von mehr als 80 % gegenüber dem Vorjahr.


Der Hersteller Billie Green bezeichnete die ersten beiden Januarwochen während einer "Gratis probieren"-Aktion als die absatzstärksten in der bisherigen Unternehmensgeschichte. Beim Cateringunternehmen L&D stieg der Anteil veganer Gerichte im Aktionszeitraum nach Unternehmensangaben von 23 auf 40 %.


Auch Marktdaten deuten auf eine wachsende Nachfrage hin. Laut dem Marktforschungsunternehmen NielsenIQ erhöhte sich der Absatz von Fleischalternativen von Januar bis Ende Mai 2026 um 17,2 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Umsatz legte um 13,7 % zu. NIQ-Analyst Malte Treiber nannte gegenüber der "Lebensmittel Zeitung" einen starken Veganuary als einen Grund für die Entwicklung.


Die Beispiele zeigen einzelne Kampagnenergebnisse. Ob und in welchem Umfang sich ähnliche Effekte erzielen lassen, hängt unter anderem vom jeweiligen Betrieb, Angebot, Preis und der begleitenden Kommunikation ab.


Toolkit mit neuem Kampagnendesign


Für die Vorbereitung stellt Veganuary das kostenfreie Business Support Toolkit 2027 zur Verfügung. Es enthält Kampagnenideen, Hinweise zur Kommunikation und Beispiele für langfristige Unternehmensziele.


Sämtliche Marketingelemente erscheinen für die Kampagne 2027 in einem überarbeiteten Erscheinungsbild. Die Materialien können für die Präsentation pflanzlicher Angebote auf Speisekarten, im Verkaufsraum sowie in analogen und digitalen Kommunikationskanälen eingesetzt werden.


Pflanzliche Angebote langfristig ausbauen


Über den Aktionsmonat hinaus wirbt die Organisation für langfristige Ziele. Dazu gehören Preisvorteile für pflanzliche Angebote, der Verzicht auf Aufpreise sowie ein schrittweise wachsender Anteil pflanzlicher Gerichte und Produkte.


Eine weitere Möglichkeit besteht darin, pflanzliche Komponenten zum Standard zu machen – beispielsweise Pflanzenmilch in Cafés und Kantinen oder vegane Burgerpatties im Restaurant. Betriebe könnten hierfür messbare Ziele und einen konkreten Zeitraum definieren.


"Um der Klimakrise begegnen zu können, ist die pflanzliche Ernährungswende unabdingbar", erklärt Mirjam Schmitt, Sprecherin von Veganuary Deutschland. "Sie in der Foodbranche erfolgreich und in der nötigen Geschwindigkeit voranzutreiben, erfordert starke, impactgeleitete Unternehmensziele über den Januar hinaus."


Gemeinsam im Unternehmen teilnehmen


Neben Angeboten für Gäste und Kunden gibt es erneut die Veganuary Workplace Challenge. Dabei probieren Beschäftigte gemeinsam 31 Tage lang eine pflanzliche Ernährung aus. Unternehmen können die Teilnahme beispielsweise mit gemeinsamen Mittagessen, Kochworkshops oder Vorträgen begleiten.


Im Januar 2026 beteiligten sich unter anderem die Targobank, Coca-Cola, Dr. Oetker, die Stadt München, das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein und der 1. FC Kaiserslautern. Ein kostenfreier Leitfaden stellt Aktionsideen, Poster und weitere Materialien für die Umsetzung im Unternehmen bereit.


veganuary.com