05.11.2026
Beteiligten sich an der Pflanzaktion (v. l.): Tim Ritter, Felix Schulze-Varnholt, Ronny Lindstädt, Stefan Müller, Dirk Steffens, Tom Junge und Martin Ritter. Fotos: Bionade / Dirk Wiedlein
Auf einer 250 Quadratmeter großen Fläche in Ostheim vor der Rhön haben Bionade und die Biodiversity Foundation von Ingrid Rudolph-Steffens und Dirk Steffens ein Feuchtbiotop angelegt. Das Artenschutzprojekt ist Teil der gemeinsamen Initiative "Vielfalt 2030" und soll die Artenvielfalt in der landwirtschaftlich geprägten Region fördern.
Die zuvor wegen Staunässe landwirtschaftlich nicht nutzbare Fläche wurde ökologisch aufgewertet. Entstanden sind Flach- und Tiefwasserbereiche, ergänzt durch Lesesteinhaufen und eine Benjeshecke. Sie sollen künftig unterschiedlichen Tier- und Insektenarten Nahrung, Rückzugsorte und Lebensraum bieten.
Nach den ersten Erdarbeiten im Frühjahr wurden im Herbst insgesamt 65 Pflanzen eingesetzt, darunter fünf verschiedene Gehölz- und sieben Wasserpflanzenarten. An der Pflanzaktion beteiligte sich auch Naturfilmer Dirk Steffens. Das Biotop soll als sogenannter Trittstein zwischen bestehenden Lebensräumen dienen und damit die Ausbreitung und Ansiedlung verschiedener Arten unterstützen.
Für den Getränkehersteller hat das Engagement auch einen Bezug zur eigenen Lieferkette. In der Rhön bauen Vertragslandwirte Bio-Holunder für die beliebteste Bionade-Sorte an. Bestäubende Insekten spielen dabei eine wichtige Rolle. Einer dieser Landwirte, Martin Ritter, stellte die Fläche für das Projekt zur Verfügung und übernimmt künftig die Pflege der Sträucher.
Die Umsetzung liegt bei den Umweltunternehmen Immerbunt und Artenglück. Durch unterschiedliche Gehölze, Wasser- und Uferpflanzen soll ein vielfältiger Lebensraum entstehen. Ein über mehrere Monate gestaffeltes Blühangebot bietet Insekten Nahrung, während Amphibien und Wasserorganismen von den Flachwasserbereichen und der Ufervegetation profitieren sollen.
Finanziert wird die Zusammenarbeit unter anderem über jährlich wechselnde Design-Sondereditionen von Bionade. Für jede verkaufte Flasche fließen fünf Cent an die Biodiversity Foundation. Im vergangenen Jahr kamen auf diese Weise 50.000 Euro für das Feuchtbiotop zusammen.
Die weitere Entwicklung wird wissenschaftlich begleitet. Bereits vor Beginn der Arbeiten wurden mithilfe eines eDNA-Verfahrens Spuren von Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen im Boden untersucht sowie Insekten und Vögel gezählt. Diese Bestandsaufnahme dient als Grundlage, um Veränderungen der Artenvielfalt langfristig zu dokumentieren.
Die Kooperation wird fortgesetzt. Auch in diesem Jahr wurden durch eine Sonderedition Spenden gesammelt. Ein weiteres Artenschutzprojekt in der Rhön befindet sich bereits in der Auswahl.
© 2026 Gastro-Report Verlags ABR GmbH | All Rights Reserved