22.02.2024

Drei junge Frauen auf großer Fahrt

V. l. n. r.: Die Deutsche Weinkönigin Eva Brockmann und die drei Kandidatinnen zur Wahl der 66. Fränkischen Weinkönigin Lisa Lehritter, Laetitia Stockmeyer und Anne Gümpelein unterwegs im fränkischen Weinanbaugebiet. Fotos: Rudi Merkl / Gebietsweinwerbung Frankenwein-Frankenland

Noch rund vier Wochen, dann wird in der Stadthalle am Schloss in Aschaffenburg die 66. Fränkische Weinkönigin gewählt. Aktuell haben mit Anne Gümpelein (Oberer Ehegrund), Lisa Lehritter (Frickenhausen a. Main) und Laetitia Stockmeyer (Markt Oberschwarzach) drei ebenso charmante wie kompetente junge Frauen ihren Hut in den Ring geworfen, um am 22. März 2024 die nächste Fränkische Weinkönigin zu werden. Im Rahmen ihrer Vorbereitung stand zusammen mit der Deutschen Weinkönigin Eva Brockmann eine Rundfahrt durch das fränkische Anbaugebiet auf dem Programm, um die Silvaner Heimat und ihre Lagen und Weingüter besser kennenzulernen.

Weinbau – von der Traube in die Flasche

Dass man als künftige Weinkönigin auch morgens um acht schon topfit sein muss, stellten die drei Bewerberinnen gleich bei ihrer ersten Station, einem Besuch bei der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim unter Beweis. Johannes Burkert, Leiter des Arbeitsbereiches Oenologie, stellte nach einer Begrüßung mit alkoholfreien Secco die notwendigen Schritte im Weinbau von der Traube bis zur Flasche vor.

Nach einer Verkostung eines Weines aus dem Betonei ging es weiter in die Versuchskeller der LWG und den Sensorikraum, bevor an den Tonamphoren der Einblick in die wissenschaftliche Arbeit rund um den Wein in Franken endete.

Auf die Philosophie kommt es an

Weiter ging es nach Würzburg zum Weingut am Stein. Vertriebsleiter Christian Lau empfing die vier Damen und stellte die Philosophie des Weinguts vor. Ob das Teambuilding beim gemeinsamen Kochen, die Erzeugung biodynamischer Weine im Einklang mit der Natur oder der Fokus auf eine moderne und nachhaltige Weinarchitektur: Das Weingut achtet auf den Einklang von Mensch und Natur.

Beim Rundgang durch das Weingut erlebten die Kandidatinnen wie das gesamte Weingut anpackt, um individuelle und terroirgeprägte Weine zu erzeugen. Das Ergebnis dieser Arbeit konnte die drei Kandidatinnen sowie die Deutsche Weinkönigin Eva Brockmann anschließend verkosten und fachkundig passende Speisen zu den verschiedenen Frankenweinen diskutieren.

Moderne und Historie: Der Staatliche Hofkeller Würzburg

Beim anschließenden Besuch des Staatlichen Hofkellers Würzburg erlebten Anne Gümpelein, Lisa Lehritter und Laetitia Stockmeyer eine gelungene Symbiose von Moderne und Historie. Weingutsdirektor Thilo Heuft stellte das 1128 erstmals erwähnte und damit älteste urkundlich belegte Weingut in Deutschland vor.

Bei einem Gang durch die historischen und behutsam modernisierten Weinkeller erfuhren die drei Kandidatinnen, dass der Staatliche Hofkeller das einzige Weingut ist, dass in einem UNESCO-Weltkulturerbe Wein produzieren darf. Ein virtueller Überflug über die verschiedenen Weinlagen und ihre Besonderheiten verschaffte den Kandidatinnen Überblick über die rund 120 Hektar Rebfläche des Weinguts.

Genossenschaftlicher Gedanke

Weiter ging es zur größten Winzergenossenschaft Frankens. Die 1959 gegründete Winzergemeinschaft Franken (GWF) mit ihren rund 2.100 Winzern gehört zu den sechs größten Winzer-genossenschaften Deutschlands.

Nach einer Einführung rund um den genossenschaftlichen Gedanken und die Geschichte der GWF erfuhren die drei Kandidatinnen zur Wahl der Fränkischen Weinkönigin bei einer Führung durch die neue Kelterstation und die Füllanlagen, welche Technik notwendig ist, um die Trauben zu hochwertigen Frankenweinen zu verarbeiten. Von der hohen Qualität dieser konnten sich Anne Gümpelein, Lisa Lehritter und Laetitia Stockmeyer bei einer anschließenden Weinverkostung in der FrankenVinothek der GWF überzeugen.

Silvaner Heimat seit 1659 – zu Besuch in Castell

Von Repperndorf ging es nach Castell, wo die drei Kandidatinnen und die Deutsche Weinkönigin Eva Brockmann von Weingutsleiter Peter Geil willkommen geheißen wurden. Nach einem kurzen Streifzug durch die Geschichte des Fürstlich Castell'schen Domänenamts durften die Damen einen Blick auf eine Kopie der Urkunde der ersten urkundlichen Erwähnung der Silvaner-Reben in Franken werfen.

Dann ging es zusammen mit Vertriebsleiter Matthias Schäfer zu dem Ort der ersten Silvaner-Pflanzung in Franken. Anschließend durften die drei Damen ausgewählte Weine des Weinguts erleben und konnten sich von der ausgezeichneten Lagerfähigkeit der dortigen Silvaner überzeugen.

Ratschlag der Gastgeber: bei der Wahl authentisch und spontan sein

Neben zahlreichen Informationen gab es für die drei Kandidatinnen von allen Gastgebern nahezu den gleichen Ratschlag: Sie sollten bei der Wahl sie selbst sein und nicht versuchen, jemand anderen zu kopieren! Einfach authentisch und spontan sein, dann würde das schon klappen!

frankenwein-aktuell.de