10.06.2024

Antrittsbesuch in Franken

Die Deutsche Weinprinzessin Jessica Himmelsbach, die 66. Fränkische Weinkönigin Lisa Lehritter, die Deutsche Weinkönigin Eva Brockmann, Gunter Geiger vom Weingut Geiger und Söhne in Thüngersheim sowie die Deutsche Weinprinzessin Lea Bassler (v. l. n. r. ) bei ihrem Besuch im Weinanbaugebiet Franken. Foto: Rudi Merkl / Gebietsweinwerbung Frankenwein-Frankenland GmbH

Heimatbesuch für die Deutsche Weinkönigin Eva Brockmann aus Franken: Bei dem traditionellen Antrittsbesuch zeigte Eva Brockmann gemeinsam mit der 66. Fränkischen Weinkönigin Lisa Lehritter den beiden Deutschen Weinprinzessinnen Jessica Himmelsbach (Baden) und Lea Bassler (Pfalz) ihre Silvaner Heimat.

Tradition trifft Moderne: Weingut Geiger und Söhne

Den Auftakt der Besuchstour in Franken, die die königliche Entourage schwerpunktmäßig zu den aktuellen Bayerischen Staatsehrenpreisträgern führte, bildete dabei das Weingut Geiger und Söhne in Thüngersheim (Lkr. Würzburg). Bei einem Rundgang durch den Betrieb erfuhren die Weinhoheiten, dass das Weingut 1850 gegründet wurde und der älteste Weinbaubetrieb in Thüngersheim ist. Als "Flüssiges Glück in Flaschen" bezeichnet Inhaber Gunter Geiger bei einem Gang durch die Weinkeller seine Weine. Eine Verkostung aktueller Weine rundete den Auftaktbesuch ab.

Escherndorfer Staatsehrenpreisträger unter sich: Weingut Horst Sauer und Weingut Clemens Fröhlich

Weiter ging es in den Landkreis Kitzingen. Im Winzerort Escherndorf warteten gleich zwei Gewinner des Bayerischen Staatsehrenpreises auf die drei Weinmajestäten. 

Unterhalb der Weinlage Escherndorfer Lump liegt das Weingut Horst Sauer. Das Weingut im Herzen Escherndorfs, wo sich ein Haus an das andere schmiegt, wird durch Sandra und Horst Sauer bewirtschaftet. Seit Generationen nutzen sie das unter anderem das Terroir des Escherndorfer Lumps, um charaktervolle Frankenweine zu erzeugen. Auf rund 20 Hektar Rebfläche bauen die Sauers neben Silvaner auch Müller-Thurgau, Riesling, Scheurebe und Spätburgunder an. 

Nur 150 Meter weiter auf der anderen Straßenseite befindet sich das Weingut Clemens Fröhlich. Im sonnigen Innenhof empfing die Winzerfamilie die drei Gäste mit einer kleinen Stärkung. Drei Generationen kümmern sich hier um den Weinbau. Folglich zeigten Clemens und Ingrid Fröhlich wie auch die Junior-Weinmacher Philip und Jacqueline Fröhlich, wie man die steilen Weinhänge mit Raupenfahrzeugen bewirtschaftet und der Ausbau im Weinkeller vonstattengeht. Seit dem 2019er-Jahrgang baut das Weingut die Weine vegan aus und die meisten ihrer Weine haben unter 4 Gramm Restzucker – und sind damit ganz klassisch fränkisch trocken.

Weinbau im Nebenerwerb mit höchstem Erfolg

Letzte Station des Tages war das Abt-Degen-Weintal. Dort in Sand am Main im Landkreis Haßberge bewirtschaftet Jürgen Hofmann im Nebenerwerb 1,5 Hektar Weinberge. Damit das gelingt, packt die ganze Familie mit an. Ertragsreduzierung und eine selektive Handlese sind für ihn genauso selbstverständlich wie eine schonende Kellerwirtschaft, berichtete Jürgen Hofmann den deutschen Weinhoheiten. Für seine Leistungen hat das Weingut Jürgen Hofmann bisher sechs Bayerische Staatsehrenpreise erhalten.